Gabi verbringt ein paar Tage in der zweitgrössten Stadt von Nordnorwegen mit 45'000 Einwohnern: Bodø. Das Wetter ist seit heute traumhaft und soll auch so bleiben: 18 Grad bei einer leichten Brise aus Norden. Karten sind besorgt und die Wanderungen bereits geplant.
Übrigens geht die Sonne in der Gegend hier wieder für einen kurzen Moment unter. Was aber nicht heisst, dass es nachts dunkel würde. Farben der Umgebung und Wetter lassen sich jederzeit beurteilen, Fotos schiessen, für uns Mitteleuropäer ein grandioses Erlebnis! Auch wenn wir zu spät sind für die Mitternachtssonne, welche hier vom 2. Juni bis am 10. Juli dauerte. Wie wäre wohl die Polarnacht für uns, dann wenn die Sonne vom 15. bis am 29. Dezember gar nie aufgeht?
Überhaupt hat sich für uns das Zeitgefühl verändert. Obschon wir einen Fährenfahrplan dabei hatten, und es hatte doch einige Fährverbindungen an der Küstenstrasse Nummer 17, schafften wir es kein einziges Mal darauf zu schauen. So warteten wir mit einer auffälligen Zuverlässigkeit zwischen vierzig Minuten und eineinviertel Stunden auf die nächste Fähre und ... genossen diese Langsamkeit in vollen Zügen. Nachtessen gibt's dann halt erst um 21 Uhr, es ist ja noch lange hell...
Oder während die Wäsche in der Waschmaschine dreht und schäumt und schleudert, eine Stunde im Sonnenschein am Gästehafen von Bodø "warten", Mails bearbeiten (es hat sogar ein Gratis-WLAN) und lesen? Es gibt fast nichts Schöneres...
