Heute machten wir unsere Bekanntschaft mit Snøhvit und Goliat. Dazu später mehr.
Zuerst verabschiedeten wir uns in der Gargia Fjellstue von der Besitzerin, die einmal mehr erwähnte, dass es nun endlich Herbst und kühler werden müsse. Wir hingegen freuten uns über das wunderbare Spätsommerwetter. Es begleitete uns lange. Sonne, farbige Landschaften und rund 16 Grad. Der Hit. Heute fuhren wir über das Fjell in der Region Kvalsund. Eine riesige Fläche, traumhaft schön, die Farben warm von der Sonne und die Landschaft einmalig. Grosse Rentierherden zogen umher. Die Besitzer treiben ihre Herden langsam zusammen. Um die Tiere zu sortieren und zu markieren. Bevor es Richtung Winter geht.
Später trübte das Wetter ein. Es nieselte und die Wolken hingen fast schon auf der Meeresoberfläche. Auch die Temperatur war plötzlich 5 Grad tiefer. Am Nachmittag fuhren wir im vom Nebel verhangenen Hammerfest ein. Und trafen dann Snøhvit und Goliat. Oder besser ihre Auswirkungen.
Snøhvit ist ein riesiges Gasfeld vor Hammerfest, welches seit 2007 ausgebeutet wird. Goliat ist ein noch grösseres Ölfeld, welches erst seit ganz kurzer Zeit erschlossen ist. In der Folge boomt Hammerfest. Neubauten schiessen aus dem Boden. Eine interessante Beschreibung findet ihr in diesem Artikel. Alle Hotels sind komplett mit Arbeitern der Öl- und Gasindustrie gefüllt. Kein Bett ist mehr zu kriegen. So bangten wir um unsere Übernachtung. Am Ende fanden wir in einem Motel noch ein Appartement. Und sind nun glücklich und zufrieden. Denn am Mittwoch geht es sehr früh los. Um 06.00 Uhr planen wir, auf die Hurtigruten zu fahren. Und gen Norden abzulegen.
