Zuerst dies: Heute Abend, auf der Rückfahrt von Kiruna nach Abisko. Stopp in Parkplatz 1 um Fotos zu machen. Hinter uns fährt ein Auto rein. Und auf einen Schlag fluten 6 Japaner den Parkplatz. Ein Fotostopp weiter. Ich öffne die Beifahrertüre, und stehe fast auf ein Rentierbein. Das liegt einsam am Strassenrand. Ziemlich frisch und behaart. Stellt sich die Frage, wie das dorthin kommt. Und vor allem: wo ist der Rest des Rentiers?
Am Morgen wollen wir mit der Ofotenbahn nach Narvik. Stockdicker Nebel herrscht. Sehen wir überhaupt etwas? Beim Bahnhof die Enttäuschung. Der Zug fährt nicht. Er wird durch einen Bus ersetzt. Dumm gelaufen. Ist die Eisenbahnstrecke nach Narvik doch genau die Attraktion Nummer 1. Wir kehren um und entscheiden uns, Kiruna zu besuchen.
Kaum weg aus Abisko lichtet sich der Nebel. Blauer Himmel und Sonnenschein. In Kiruna kaufen wir noch schnell ein paar Schuhe und Socken für mich. Ein Paar Trekkingsocken hat sich im Fjäll in Lochsocken verwandelt. Dann geht es in die Eisenerzmine. Die Führung ist wirklich gut und zu empfehlen. 540 Meter unter Tage scheint die Sonne zwar nicht. Dafür sind die Informationen spannend und man lernt viel zum Eisenerzabbau hier oben über dem Polarkreis.
Kiruna wird in den nächsten Jahren umziehen. Der Abbau schreitet voran und erreicht die heutige Stadt. Bereits sind erste Zeichen sichtbar. Der Bahnhof hat seit dem 1. September 2013 eine provisorische neue Heimat gefunden. Dort wird er bis ca. 2017 stehen. Wohin der neue, definitive, Bahnhof zu stehen kommt, ist noch offen. Der Umzug und die Gründe dafür sind in diesem Zeitungsartikel kurz beschrieben.
Abends fahren wir zurück. Wunderbare Stimmungsbilder sehen wir. Nebel, See, Wolken, Sonnenuntergang und vieles mehr verzaubern die Landschaft. Und das Begleitprogramm gemäss Einleitung tut seinen Teil dazu.
