Freitag, 5. Juli 2013

Sonne, Eis und Schnee

Es lacht die Sonne aus den Wolken. Da wirkt die Landschaft noch eindrücklicher. Nach einem Abstecher ins Leirdalen und zur Leirvassbu-Hütte fuhren wir runter nach Lom um zu tanken. Es gibt Leute, die fahren ins Gebirge und schauen nicht auf die Tankanzeige. Was hier oben wegen der grossen Distanzen nicht ganz optimal ist. Und dann irgendwo in der Pampa mangels Diesel liegenzubleiben ist wenig spassig. Gegen Mittag ging es auf die höchstgelegene Strasse Nordeuropas, die zur Juvasshütte (1'880m) führt. Ausgangspunkt für geführte Touren auf den höchsten Berg (gemessen am Gestein) Norwegens, dem Galdhøpiggen (2'469m). Den wollten wir heute eigentlich von Spiterstulen (da dort kein Gletscher) her besteigen. Das Wetter passte nicht. Die Sicht war zu schlecht. So gab es eine nachmittägliche Kleinwanderung bis zum Gletscher und zum Anseilplatz. Immerhin erhaschten wir einen guten Blick auf den Gipfel und die Hütte darauf. Der Berg bleibt ein Projekt für später. Über Mittag genossen wir einen Schneeschauer und fühlten uns ziemlich im Winter. Der Skilift und die Skifahrer halfen da mit. Inklusive dem mit Eis bedeckten See. 5 Grad un ein stürmischer, kalter, Wind kühlten zusätzlich. Abends ging es wieder nach Lom. Wo wir die letzte Hütte (was für eine Untertreibung für das Haus) im historischen Fossheim-Hotel ergatterten. Das Hotel ist im ganzen Land für seine gute Küche berühmt. Die liessen wir aus und kochten unseren 3-Gänger selber. Und es war fein. 


Die Sonne belebt die Farben

Im Aufstieg zum Styggebreen 

Unser Blockhaus beim Fossheim-Hotel in Lom

Donnerstag, 4. Juli 2013

Der Ausflug zum Kühlschrank & Langläufer leben länger

Der Regen hatte mit uns ein Einsehen und hielt sich zurück. Wir schnürten die Wanderschuhe, fuhren von Hafslo in ein Seitental. Von dort wanderten wir ein paar Stunden lang zu einem Arm des grössten Gletschers auf dem europäischen Festland, dem Jostedalsbreen(Jostedalsgletscher). Der Arm heisst Austerdalsbreen und ist eine eindrückliche Sache. Die Gletscherzunge liegt auf gut 420m. So quasi im Vorgarten bei uns daheim in Winterthur. Die Wanderung durch das lange Tal war einsam und schön. Und wir kamen ohne Regen durch. Leider war es wieder stark bewölkt und wir sahen die Sonne nicht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter. Auf das Sognefjell. Auf dem Sognefjellsveien, der höchstgelegenen Passstrasse Nordeuropas. Einem der landschaftlichen Höhepunkte Norwegens. Trotz tiefliegender Wolken ist die Landschaft einmalig toll. Auf rund 1‘400 Meter geht es noch ziemlich winterlich zu und her. Wir sahen ein ganzes Rudel Spitzenlangläufer beim Training auf einer gut präparierten Loipe bei der Sognefjellshytta. Heute nächtigen wir in der Krossbu Turiststasjon auf dem Sognefjell. Und sind froh, nicht zu zelten. Denn draussen geht gerade ein starker Regenschauer nieder. Und das bei 8 Grad. Da ist es im Zimmer gemütlicher. 


Eiswürfelmaschine, Modell "Austerdalsbreen", Made in Norwegen



Langläufer einer norwegischen Equipe im Sommertraining bei der Sognefjellshytta


Krossbu Turiststasjon - unser Nachtlager 

Mittwoch, 3. Juli 2013

Wenn es von oben kommt ...

... wird es unten nass. Heute regnet es seit Mittag Bindfäden. So ist statt wandern Hüttengemütlichkeit angesagt. Zuerst starteten wir trocken in Aurland und fuhren über die Gebirgsstrasse Aurlandsvegen. Die Aussichtsplattform Stegastein über Aurland ist der Hammer! Auf der Hochebene grüsste uns der Winter mit Wind und 7 Grad. Das Eis auf den Seen ist noch am Schmelzen. Interessante Architektur bezieht sich in Norwegen auch auf WC's. Hoch oben im Gebirge findet sich ein solches Schmuckstück. Man beachte die Solarpaneelen. Unsere heutige Hütte steht in Hafslo. Mitten in den Bäumen. Eigentlich mit Aussicht auf den Hafslovatnet. So man denn vor lauter Nebel etwas sehen würde. Wir hoffen, der Regen stoppe bis am Donnerstagmorgen. Eines ist klar. Hier hin (Jotunheimen Gegend) wollen wir mal für 4 Wochen. 


Aussicht auf den Aurlandsfjorden

Aussichtsplattform Stegastein oberhalb Aurland

WC auf der Hochebene neben dem Aurlandsvegen - mitten in der Pampa

Aussicht auf den Hafslovatnet (See) von unserer Hütte aus - oder eben die "keine Aussicht"

Dienstag, 2. Juli 2013

Die Reise zum Aurlandfjord

Von Gol ging es heute nach Aurland. Wir erhielten eine erste Vorahnung von Norwegens Natur. Es war traumhaft. Trotz wolkigem Wetter war es trocken. Im Hallingskarvet Nationalpark wanderten wir ein wenig. Zur DNT Geiterygghytta. Schnee, Grün, Wasser und wechselnde Farbenspiele. Dazu ein kalter Wind und um die 10 Grad. Erfrischend. Nachher die Fahrt gen Aurlandsfjord. Und die ersten Einblicke über 600 Meter in die Tiefe auf das Wasser. In Aurland eine Hütte direkt am Wasser. Mit Blick auf die grossen Kreuzfahrtsschiffe die aus dem Fjord fahren. Und die kleineren Fähren, die direkt vor dem Wohnzimmerfenster anlegen. Einmalig schön. Dazu ein feiner Znacht aus der eigenen Küche. Wir sind zufrieden und geniessen aus vollen Zügen. 

Erster Schnee im Hallingskarvet Nationalpark

Unser Logis: die zweithinterste Hütte

Blick aus dem Wohnzimmerfenser direkt auf den Aurlandfjord

Montag, 1. Juli 2013

Die Ankunft

20 Stunden auf der Fähre von Kiel nach Oslo. Und wir sind in Norwegen. Ein kurzer Aufenthalt in Oslo - um unsere Mitgliederkarten von DNT abzuholen. Die Dinger haben den Weg per Post zu uns heim irgendwie nicht gefunden. Dann auf die Strasse und ab Richtung Aurland am Sognefjord. Heute Abend Zwischenstation auf dem Camping in Gol. Kurz vorher Bekanntschaft mit der Dame gemäss Foto gemacht. Kaum zu glauben. So schnell schon einen Elch gesehen. Vorher haben wir uns als Kaffeenorweger einbürgern lassen. Mit den Statoil-Kaffeebechern können wir uns an jeder Tankstelle volllaufen lassen (Kaffee, Schoggi, usw.). Ich glaube, das originelle Geschenk wird uns während der nächsten 3 Monate von Nutzen sein. 


Dame Elch grüsst am Strassenrand

Statoil Schleichwerbung - "Free Refill" 

Sonntag, 30. Juni 2013

Die Anreise

Samstagnachmittag, 16.30 Uhr, Abfahrt in Winterthur. Starke Regenfälle begleiteten unsere Fahrt nach Lörrach. In Lörrach einchecken für den Autozug nach Hamburg. Ging wie immer reibungslos. Wir im 2-er Schlafwagenabteil, das Auto auf dem Oberdeck des Autozugs. Perfekt. Um 22.25 Uhr zuckelten wir los. Und schliefen bald. Sonntag um 08.45 Uhr Ankunft in Hamburg Altona. Wieder mal mit dem Auto durch die Bahnhofshalle. Ich kenne keinen anderen Bahnhof, wo das geht. In Hamburg kurzer Besuch der Speicherstadt und ein paar Schnappschüsse der milliardenteuren Elbphilharmonie. Mit dem Auto 1 Stunde gen Norden nach Kiel. Wo wir die Fähre enterten und um 14.00 Uhr ablegten. 550 Autos, über 2‘500 Passagiere. Eindrücklich. Auf dem Schiff verteilen sich die Leute. Gemütlicher Drink am Abend im 15. Stock in der Bar an der Spitze des Schiffes. Montagmorgen um 10.00 Uhr sollten wir in Oslo einfahren. Dann geht es richtig los mit unseren Ferien. Wir freuen uns!


Volvo mit Aussicht


Moderne Bauten in der Speicherstadt Hamburg, hinten die Elbphilharmonie


Fahrt durch die Bahnhofshalle in Hamburg-Altona

Samstag, 8. Juni 2013

Materialcheck

Die Vorfreude steigt, das Material ist geprüft und bereit. Bald kann es losgehen.


Der Kocher brüllt lautstark vor sich hin - MSR-Benzinvergaser lässt grüssen

Der Inhalt unserer Kochkiste 

Auch das Zelt ist blitzsauber und tipp topp.