Heute ist es soweit. Wir packen in Oslo unsere Sachen und fahren zum
Fährterminal. Die Heimreise startet um 14.00 Uhr. Wir fragen uns, wie viele
Leute es wohl auf der Fähre haben wird. Touristen hat es nur noch wenige.
Vor der Fähre stehen wenig Autos. Bald finden wir heraus, dass es umso mehr
Fussgänger hat. Am Freitag entern ganze Gruppen die Fähre um trinkend, essend
und feiernd ein Wochenende auf einer kurzen Kreuzfahrt zu verbringen. Die
Norweger profitieren von den günstigen Preisen. Auf dem Schiff ist alles
zollfrei. Der Trubel ist dementsprechend gross. Sogar eine Hochzeitsgesellschaft
treffen wir an. Hochzeit auf der Fähre? Hauptsache, es gefällt den Brautleuten.
Wir sind häufig an der frischen Luft. Draussen ist es ruhiger. Das Wetter
ist prächtig, der Himmel wolkenlos blau. Das Draussensein macht Hunger. Wir
freuen uns auf das schöne und feine Essen vom Buffet und werden nicht
enttäuscht. So fällt uns der Abschied von Norwegen leichter.
Einige melancholische Gedanken fliessen uns später beim Sonnenuntergang
durch den Kopf. Wir lassen die tollen drei Monate unserer Reise Revue passieren
und sind uns voll bewusst: eine solche Auszeit vom Alltag ist ein Privileg. Und
wenn sie so schön war wie die Unsrige umso mehr.