Dienstag, 19. November 2013
Sonntag, 29. September 2013
Und wir sind wieder daheim
Wir sind wieder daheim! Und am Material sortieren, waschen, vorbereiten für den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag. Und voller schöner Gedanken an die tollen drei Monate, die wir im hohen Norden verbringen durften.
In den nächsten Tagen wird ein abschliessender Blogeintrag folgen. Wir müssen zuerst mal richtig zu Hause ankommen. Bereits jetzt danken wir für die vielen positiven und schönen Rückmeldungen zu unserem Blog. So macht das Schreiben Spass!
Da der Blogschreiber auf der Fähre und im Autozug aus unerfindlichen Gründen praktisch kein Auge zumachen konnte, fällt er bald unter den Tisch und geht in sein heimisches Bett. Das habe ich heute Nachmittag schon mal kurz ausprobiert. Und ich darf sagen: Es ist herrlich bequem.
Samstag, 28. September 2013
Die Wikinger kommen ...
Morgens um 10.00 Uhr laufen wir nach einer ruhigen Nachtfahrt in Kiel ein. Sonnenschein und blauer Himmel begrüssen uns. Wir entscheiden spontan, in Kiel zu bleiben und die Stadt anzuschauen. Bald merken wir: früher fuhren die Wikinger mit ihren Booten gen Süden, überfielen die Städte und kehrten nach Hause zurück. Heute läuft das in gepflegterem Rahmen ab. Die Schweden laufen mit einer Fähre den Schwedenkai an, mit der anderen Fähre die Norweger den Norwegenkai. Dann fluten Hunderte von Menschen die Stadt, fallen in die Läden ein und shoppen was das Zeug hält. Kein Wunder, sind die Kleider und Lebensmittel im Vergleich zu Norwegen doch rund 75 % günstiger. Ich hielt mit und kaufte mir in einem tollen kleinen Outdoorladen eine neue Winterjacke. Ein rechtes Stück günstiger als zu Hause. Vorher decken wir uns auf dem Markt ein. Der ist gross und sehenswert. Lebensmittel, viel frischen Fisch und anderes Mehr gibt es zu kaufen. Halb Kiel scheint auf dem Markt zu sein.
Später fahren wir gen Hamburg. Vor drei Monaten hatte es auf der Gegenfahrbahn der Autobahn einen Megastau. Wir rechnen genug Zeit ein. Und den Megastau (über 10 km) gibt es wieder. Wieder auf der Gegenfahrbahn. Die Baustelle zog offenbar um. Unser Glück. So fahren wir locker nach Hamburg. Parkieren unser Auto praktisch vor der Beiz, wo wir für das Nachtessen reserviert haben. Dem Restaurant «La Monella». Ein 1a Tipp für alle, die mal in Hamburg sind. Das Restaurant ist ein vegetarischer Italiener. Wir haben ein Kochbuch daheim, welches wir lieben. Die Autoren sind die Beizer des «La Monella». Das Essen ist toll, die Auswahl gross und die Qualität top. Wir haben das Nachtessen, unser Abschlussessen der Reise, genossen. Vorher «liefen» wir uns hungrig bei einem Rundgang durch das Quartier Rothenbaum.
«booking.com»
Werbung und Marketing muss sein. Vor allem dann, wenn eine Dienstleistung
nach intensiven Tests als gut eingestuft werden kann.
Auf unserer Reise haben wir über die Website «booking.com» mehrmals tolle
Unterkünfte gefunden. Und nette GastgeberInnen kennengelernt. Die Buchungen sind einfach und schnell mit wenigen
Mausklicks erledigt. Immer zu attraktiven Preisen. Und manchmal einmalig
günstig. Die Erfahrungen sind sehr gut. Wir hatten nie ein Problem. Natürlich
muss man die Angebote genau prüfen. Und halt mal «Mut zum Risiko» haben. Wir
haben das nie bereut.
Das aktuelle Beispiel: Die Wohnung in Oslo. Brandneu, 1a Lage, und mit
rund CHF 150.00 pro Tag echt günstig. 2 Zimmer, Bad mit eigener Waschmaschine,
voll ausgerüstete Küche mit Abwaschmaschine. Plus einen Balkon. Die Tiefgarage
kostete einen kleinen Aufpreis. Der war es wert, wenn man die Parkplatztarife in
Oslo sieht. Hier ein paar fotografische Eindrücke unseres Schnäppchens.
Freitag, 27. September 2013
Abschied und Rückreise
Heute ist es soweit. Wir packen in Oslo unsere Sachen und fahren zum
Fährterminal. Die Heimreise startet um 14.00 Uhr. Wir fragen uns, wie viele
Leute es wohl auf der Fähre haben wird. Touristen hat es nur noch wenige.
Vor der Fähre stehen wenig Autos. Bald finden wir heraus, dass es umso mehr
Fussgänger hat. Am Freitag entern ganze Gruppen die Fähre um trinkend, essend
und feiernd ein Wochenende auf einer kurzen Kreuzfahrt zu verbringen. Die
Norweger profitieren von den günstigen Preisen. Auf dem Schiff ist alles
zollfrei. Der Trubel ist dementsprechend gross. Sogar eine Hochzeitsgesellschaft
treffen wir an. Hochzeit auf der Fähre? Hauptsache, es gefällt den Brautleuten.
Wir sind häufig an der frischen Luft. Draussen ist es ruhiger. Das Wetter
ist prächtig, der Himmel wolkenlos blau. Das Draussensein macht Hunger. Wir
freuen uns auf das schöne und feine Essen vom Buffet und werden nicht
enttäuscht. So fällt uns der Abschied von Norwegen leichter.
Einige melancholische Gedanken fliessen uns später beim Sonnenuntergang
durch den Kopf. Wir lassen die tollen drei Monate unserer Reise Revue passieren
und sind uns voll bewusst: eine solche Auszeit vom Alltag ist ein Privileg. Und
wenn sie so schön war wie die Unsrige umso mehr.
Donnerstag, 26. September 2013
Alte Bilder, neue Schanze und ein Feuerwerk
Edvard Munch, der weltbekannte Norwegische Maler, vermachte seine Bilder der Stadt Oslo. So kommt es, dass die Bilder heute dem Publikum zugänglich sind. Sein vielleicht bekanntestes Werk ist "Der Schrei". Wir besuchen die Ausstellung zu seinem 150. Geburtstag und lassen die Bilder auf uns wirken. Keine leichte Kost, aber eindrücklich und spannend. Und im Museum war es klar wärmer als draussen. Neblig und kalt (6 Grad) war es zuerst.
Anschliessend haben wir wieder Glück. An der Sonne essen wir unser Mittagessen. Dann steigen wir in die U-Bahn ein, die uns gen Holmenkollen führt. Wobei U-Bahn ein wenig hoch gegriffen ist. Die Linie 1 fährt auf der Strecke zum Holmenkollen primär über Boden. Wie ein Tram.
Der Himmel wird dunkler, ich habe Lust auf einen Kaffee. Und kaum sind wir drin, geht draussen ein längerer Regenschauer nieder. Als der vorbei ist, ist der Himmel strahlend blau. Und bleibt es. Hier ein Beispiel mit "Vorher und Nachher" Bildern. Die Unterschiede sind frappant. Und zum wiederholten Male erleben wir heute, wie die ersten Fotos gelöscht werden können. Da der blaue Himmel plötzlich strahlt - und wir auch :-).
Beim Besuch des Holmenkollen Skistadions, mit seiner imposanten neuen Schanze, sind wir fast allein, Nebensaison sei Dank. Wir geniessen die Aussicht auf Oslo und den Oslofjord von zuoberst. Auf dem 60 Meter hohen Schanzenturm ist man über 417 MüM. Auf einem kurzen Film wird im Zeitraffer der Bau der neuen Schanze gezeigt. Diese wurde im Winter 2010 eröffnet. Der Bau wurde für die WM der Nordischen im Jahr 2011 erstellt. Imposant, was da an Stahl zusammengeschraubt worden ist. Und heute in der Landschaft steht. Man fragt sich, wie das alles hält. Ist doch der oberste Teil der Schanze freitragend.
Zurück in der Wohnung kochen wir unseren Znacht, sitzen hin und beginnen zu essen. Plötzlich böllert es draussen los. Es tönt nach Feuerwerk. Kann das sein? Mitten unter der Woche? Ich gehe auf den Balkon und sehe direkt in ein grosses Feuerwerk, welches auf einem Hügel über dem "Ekeberg Kastellet" abgefeuert wird. Wir freuen uns ob der Farbenpracht. Und haben keine Ahnung, wieso dieses Schauspiel stattfindet. Update: Google weiss warum. Der Ekeberg-Skulpturenpark wird heute eröffnet. Das Feuerwerk ist Teil der Festivitäten.
Anschliessend haben wir wieder Glück. An der Sonne essen wir unser Mittagessen. Dann steigen wir in die U-Bahn ein, die uns gen Holmenkollen führt. Wobei U-Bahn ein wenig hoch gegriffen ist. Die Linie 1 fährt auf der Strecke zum Holmenkollen primär über Boden. Wie ein Tram.
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| Zwischen Grau und Blau liegen 65 Minuten! |
Der Himmel wird dunkler, ich habe Lust auf einen Kaffee. Und kaum sind wir drin, geht draussen ein längerer Regenschauer nieder. Als der vorbei ist, ist der Himmel strahlend blau. Und bleibt es. Hier ein Beispiel mit "Vorher und Nachher" Bildern. Die Unterschiede sind frappant. Und zum wiederholten Male erleben wir heute, wie die ersten Fotos gelöscht werden können. Da der blaue Himmel plötzlich strahlt - und wir auch :-).
Beim Besuch des Holmenkollen Skistadions, mit seiner imposanten neuen Schanze, sind wir fast allein, Nebensaison sei Dank. Wir geniessen die Aussicht auf Oslo und den Oslofjord von zuoberst. Auf dem 60 Meter hohen Schanzenturm ist man über 417 MüM. Auf einem kurzen Film wird im Zeitraffer der Bau der neuen Schanze gezeigt. Diese wurde im Winter 2010 eröffnet. Der Bau wurde für die WM der Nordischen im Jahr 2011 erstellt. Imposant, was da an Stahl zusammengeschraubt worden ist. Und heute in der Landschaft steht. Man fragt sich, wie das alles hält. Ist doch der oberste Teil der Schanze freitragend.
Mittwoch, 25. September 2013
Moderne Architektur
Die einstündige Führung hinter die Kulissen des Opernhauses lehrt uns, wieso Opernhauseintritte meistens teuer sind. Hier ist erstens das Gebäude Hochtechnologie vom Feinsten, auf dem letzten Stand der Technik und der Logistik. Zweitens ist der Personalbedarf an einem Opernhaus enorm. Wir wissen nun, wieso wir einen schönen Batzen unseres Steuergeldes ans Opernhaus in Zürich zahlen. Das Opernhaus hier ist einmalig. Es war eine politische Forderung, das Gebäude offen zu halten. Das heisst, das Opernhaus ist jeden Tag ab 07.00 Uhr bis in die Nacht hinein für das Publikum offen. Egal ob Vorstellung ist oder nicht. Die Forderung ist in die Architektur eingeflossen. Der Eingang fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein und fällt nicht auf.
Den weiteren Nachmittag verbringen wir inmitten modernster Bauten. Das Aker Brygge Quartier ist im Moment im Umbruch und wird komplett neu gestaltet. Genauso wie das Gelände rund um die Oper. Die alten Hafenanlagen werden seit etwa 2003 durch neue Nutzungen ersetzt. Die Vielfalt der architektonischen Kreativität ist beeindruckend. Vieles gefällt, bei anderen Bauten fragen wir uns, wie die wohl in 10, 20 Jahren aussehen werden. Die Umgestaltung dauert noch bis ungefähr 2019. Es lohnt sich sicher, bald wieder nach Oslo zu reisen und die neuen Gebäude anzuschauen.
Es werden viele Wohnbauten erstellt. Wobei das wohl nicht der soziale Wohnungsbau ist. Eine 106 m2 grosse Wohnung mit 3 Zimmern kostet um die 10 Mio. Norwegische Kronen. Das sind umgerechnet über 1.5 Mio. Schweizer Franken. Wenn wir das mit den Preisen für Häuser im hohen Norden Norwegens vergleichen, ist das ein Quantensprung nach oben.
Bei einem Kaffee überlegen wir uns, wie sich wohl die top gestylten und geschniegelten jungen Leute, die hier wohnen und arbeiten, mit den samischen Rentierhirten im Norden von Norwegen verstehen würden. Die Gegensätze, die wir in den letzten 3 Monaten gesehen haben, sind enorm.
Das Wetter hat sich heute am Morgen nass gezeigt, dann wurde es je längers je besser. Die Temperatur rutschte hingegen in den Keller. 6 Grad sind erfrischend frisch. Nach den 19 Grad von vorgestern.
Den weiteren Nachmittag verbringen wir inmitten modernster Bauten. Das Aker Brygge Quartier ist im Moment im Umbruch und wird komplett neu gestaltet. Genauso wie das Gelände rund um die Oper. Die alten Hafenanlagen werden seit etwa 2003 durch neue Nutzungen ersetzt. Die Vielfalt der architektonischen Kreativität ist beeindruckend. Vieles gefällt, bei anderen Bauten fragen wir uns, wie die wohl in 10, 20 Jahren aussehen werden. Die Umgestaltung dauert noch bis ungefähr 2019. Es lohnt sich sicher, bald wieder nach Oslo zu reisen und die neuen Gebäude anzuschauen.
Es werden viele Wohnbauten erstellt. Wobei das wohl nicht der soziale Wohnungsbau ist. Eine 106 m2 grosse Wohnung mit 3 Zimmern kostet um die 10 Mio. Norwegische Kronen. Das sind umgerechnet über 1.5 Mio. Schweizer Franken. Wenn wir das mit den Preisen für Häuser im hohen Norden Norwegens vergleichen, ist das ein Quantensprung nach oben.
Bei einem Kaffee überlegen wir uns, wie sich wohl die top gestylten und geschniegelten jungen Leute, die hier wohnen und arbeiten, mit den samischen Rentierhirten im Norden von Norwegen verstehen würden. Die Gegensätze, die wir in den letzten 3 Monaten gesehen haben, sind enorm.
Das Wetter hat sich heute am Morgen nass gezeigt, dann wurde es je längers je besser. Die Temperatur rutschte hingegen in den Keller. 6 Grad sind erfrischend frisch. Nach den 19 Grad von vorgestern.
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