Samstag, 10. August 2013

Adrenalinkick mit Powerhiking

Ja, heute war ein spannender Tag. Zuerst früh (05.30 Uhr) aufstehen. Um das Expressboot auf die Insel Skogsøya zu erwischen. Das hat geklappt. Auf der Insel war der Plan, auf den höchsten Berg zu steigen. Den Stigkollen (707m). Das hat auch geklappt. Aber wie. Der Aufstieg war ein ziemlicher Adrenalinkick. Die Wegspuren (zum Glück mit Markierungen) gingen schlicht gerade den Berg hinauf. Auf grösseren Strecken mussten wir die Hände zu Hilfe nehmen und uns teilweise an Birkenbüschen festhalten. Echt grenzwertig und wir waren froh, als wir oben waren. Gemäss Karte gibt es noch einen anderen Weg. Den wollten wir runtergehen. Bloss: wo ist er denn? Vermutlich irgendwo verschwunden. Somit mussten wir unsere Diretissima wieder runter. Was dann erstaunlich gut klappte. 


Kein Witz: 700 Höhenmeter einfach gerade rauf - teilweise fast senkrecht 


Panorama kurz unterhalb des Gipfels - der "Chrampf" hat sich gelohnt 

Unten am Meer angekommen, gab es eine Pause. Bis ich den Fahrplan für das Expressboot las. Da brach kurz Hektik aus und wir machten Powerhiking zum Schiffsanleger. Um dann zu merken, dass heute ja Samstag ist und das Schiff um die Zeit gar nicht fährt. Super! 4 Stunden Wartezeit. Was tun? Logisch: weiter gehen. Ins hinterste Eck der Insel. Wo es vermutlich das einzige Kaffeehaus gibt. Wenn es denn nicht, wie heute, geschlossen ist wegen einer Hochzeitsgesellschaft. Der Wirt war sehr nett und gab uns gratis Kaffee und Tee aus. Verbunden mit der Info, dass heute die norwegische Königin Sonja auf den Berg Øksnesheia gewandert sei. Ob das stimmt? Der Wirt insistierte jedenfalls, als ich meine Zweifel äusserte. Ihr erinnert euch an einen anderen Blogeintrag, in dem die ca. 75-jährige Dame vorkam? Ebenfalls als Wanderin. Weiter seien heute von Bergläufern 4 Elche gesichtet worden. Auf der Insel leben rund 50 Stück der Viecher. Plus Rentiere. Wir hingegen sahen einen Seeadler seine Kreise drehen und scheuchten im Aufstieg ein paar Birkhühner und oben ein paar Schneehühner auf. 

Jep, was ist nun mit den 4 Stunden? Wir legten uns bei der Kirche ins Gras. Kurz darauf kam das Expressboot, welches eigentlich in die falsche Richtung fuhr. Nochmals wurden wir kurz hektisch, packten alles zusammen, stiegen spontan zu und es hat sich gelohnt! 3 Stunden lang schipperten wir durch Fjorde, hatten wunderbare Aussichten auf die Berge der Vesterålen und genossen die Fahrt. Noch selten waren wir so froh, einen Fahrplan falsch gelesen zu haben. 


Und was wir sonst noch so sahen heute