Samstag, 31. August 2013

Are you tourist?

Diese Frage wurde uns heute mehr als einmal gestellt. Auf dem Samenmarkt in Varangerbotn sind Touristen, von denen es um diese Jahreszeit sowieso fast keine mehr hat, offenbar selten. Der Markt findet einmal pro Jahr statt und angeboten werden ausschliesslich von Samen handgefertigte Produkte. Auf den Markt sind wir per Zufall gestossen. An der Strasse hingen Banner, die für den Markt Werbung machten. Der Besuch hat sich gelohnt! Die Samen kommen von weit her. Sie bieten ihre Produkte an, decken sich auch selber damit ein und vor allem zeigen sie ihre prächtigen Trachten. Das gab teilweise komische Bilder. Samen in Tracht lichteten sich selber mit Kameras ab. Ob es daran liegt, dass sie ihre schönen Trachten im Alltag, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht mehr tragen? 

Für uns war der Markt eine ideale Gelegenheit, Mitbringsel zu erstehen die garantiert einmalig sind und vor allem lokal produziert worden sind. Kulinarisch war es ebenfalls interessant. Wo kann ich sonst einen Rentierfleischkebab essen? Oder mit einer Zucker- und Salzlacke eingelegtes und getrocknetes Lamm degustieren? Es waren übrigens beide Sachen köstlich. 

Die heutige Fahrt führte uns nach Kirkenes. In der Nähe der Stadt, genauer in Storskog, werden wir bis Donnerstag sein. Im Sollia Gjestegård haben wir eine kleine Hütte gemietet. 500 Meter von der russischen Grenze weg. Die gesichert ist, als gehöre der kalte Krieg nicht der Vergangenheit an. Man wird immer wieder eindringlich gewarnt, die Grenze ja nicht, auch nicht unbeabsichtigt, zu übertreten. Sich an die Regeln (z.B. absolut keine Fotos) zu halten und aufzupassen. 

Ab Morgen wollen wir die Umgebung erkunden. Hier gibt es im Pasviktal zum Beispiel einen Urwald. Es ist einer der grössten, die es in Norwegen noch gibt. Ebenfalls ist das Pasviktal der einzige Ort in Norwegen, wo es Braunbären gibt die sich vermehren.


Eindrücke vom "Vuonnamarkanat" in Varanberbotn