Nach einem interessanten Gespräch mit unseren Gastgebern in Mehamn, Ruan und Tina, verabschiedeten wir uns gen Slettnes Fyr. Das ist der nördlichste gusseiserne Leuchtturm auf dem europäischen Festland. Der starke Wind rüttelte auch heute an allem, was in der Gegend stand. Regenschauer zogen wieder über das Land, aber auch die Sonne zeigte sich. Die 8 Grad Aussentemperatur empfanden wir bei über 50 km/h Wind als eher kühl. Gemäss Windchill-Skala waren das 3 Grad, brrrr.
Die Weiterfahrt war geprägt durch die grosse Einöde. Eine wahre Mondlandschaft mit Felsen und Steinen begleitete uns während einsamen 120km. Kaum ein Auto sahen wir. Einige Rentiere und das war es. Hier oben lebt pro km2 rund1 Mensch. Nicht wirklich viel. Oder ein anderer Vergleich: Am Nordkapp schleusen sie in einer Sommersaison ca. 120'000 Touristen durch. In Mehamn, wo wir übernachtet haben, sind es ca. 3'500.
Gegen Abend, in der Region von Tana Bru, liess der Wind endlich nach. Nach 3 Tagen genossen wir es, mal wieder normal gehen zu können. Ohne vom Wind gestossen zu werden oder gegen ihn ankämpfen zu müssen. In der Nähe von Tana, in Polmak, direkt an der finnischen Grenze, wollten wir übernachten. Zur Abwechslung hatten wir nicht vorreserviert. Und prompt war alles zu und niemand da. Am Ende sind wir auf dem Campingplatz in Skiippagurra in einer ganz einfachen Hütte untergekommen. Morgen geht es weiter gen Kirkenes. Dort in der Nähe wollen wir einige Tage verbringen.
PS: auch heute konnte die Hurtigruten Mehamn wegen des starken Windes nicht anlaufen.
