In Honningsvåg schifften wir wieder auf der Hurtigruten ein. Heute war es die Kong Harald, die auf uns wartete. Oder besser wir auf sie. Die Crew hatte eine Sicherheitsübung. Und so verluden wir das Auto erst im letzten Moment auf das Schiff. Unser Ziel hiess Mehman, der nördlichste Hafen, den die Hurtigruten anläuft. Oder besser: anlaufen sollte.
Kurz vor Kjøllefjord wurde per Lautsprecher die Absage einer Exkursion durchgegeben. Weil das Schiff den Hafen Mehamn wegen des starken Windes nicht anlaufen könne. Mehamn? Genau, dort wollten wir aussteigen. So mussten wir ruckzuck zusammenpacken und uns erkundigen, ob wir in Kjøllefjord ungeplant aussteigen müssen oder nicht. Die Antwort war nach einigen Diskussionen klar: Aussteigen, und zwar schnell.
So verliessen wir das Schiff zwei Stunden früher als geplant. Wir hatten Glück. Mit der Schifffahrt nach Kjøllefjord sparten wir uns rund 400km Autofahrt! Von Kjøllefjord nach Mehamn waren es noch 31km. Ein Katzensprung.
Der Hammer waren unsere Gastgeber in Mehamn. Bereits tagsüber erkundigten sie sich per Telefon, wo wir sind und wann wir ankommen. Am Ende kamen sie in Kjøllefjord auf das Schiff, um uns abzuholen. Weil ja Mehamn nicht angelaufen wurde. Und sie nichts von unserem Auto wussten.
Ruan, so heisst der Gastgeber und seine Frau Tina, machen für die Hurtigruten die Exkursion. Notabene diejenige, die heute wegen dem Wind abgesagt werden musste. So waren sie vor Ort und boten eine Gästebetreuung der Sonderklasse. Wer jemals in den hohen Norden fährt, sollte unbedingt in Mehamn im RedTree B&B vorbeischauen. Es lohnt sich! Unterhalten können wir uns hier auf Schweizerdeutsch. Tina ist Schweizerin, Ruan Südafrikaner, hat aber längere Zeit in der Schweiz gelebt.
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| Oben Links: Sicherheitsübung auf der Hurtigruten / Oben Rechts: Kjøllefjord Unten Links: Einfahrt auf die Kong Harald / Unten Rechts: Ausfahrt der Kong Harald aus Kjøllefjord |
