Samstag, 24. August 2013

Beeren auf Eis

Der heutige Besuch des Lyngsdalen barg eine feine Überraschung. Wir trafen eine reich gedeckte Beerentafel an. Zuerst begrüssten uns beim Aufstieg jede Menge wilder Himbeeren. Die Früchte waren süss und sonnenwarm. Wir sammelten und assen fast 3/4 Stunden lang feinste Beeren. Ein wenig weiter oben sahen wir Norweger mit Kübeln rote Beeren sammeln. Wir schauen genauer hin und sehen: alles ist voller reifer Preiselbeeren. Davon probierten wir ebenfalls. Und als dritte Beerenvariante gab es die obligaten Heidelbeeren. Ob das Tal eher Beerental denn Lyngsdalen heissen sollte? Am Ende des Tales bot sich ein prächtiger Blick auf mehrere Gletscher und deren Zungen, die bis ins Tal kommen. Es wurde klar, wieso die Lyngenalpen für Bergwanderungen nur eingeschränkt zugänglich sind. Die Zahl der Gletscher ist gross, die Berge sind steil. Das Tal selber ist wunderschön. Vor allem bei dem Sonnenschein, den wir heute hatten. Beim Herbstbeginn Sonne und 15 Grad. Das lassen wir uns gefallen. 

In Lyngseidet, wo wir im schönen Appartement übernachteten, stellten wir gestern fest: das ist im Winter die Station von Montanara. Mit ihnen gehen wir oft auf Skitour. Sie bieten eine Tourenwoche in den Lyngenalpen an. Und wir logieren aus purem Zufall im Sommer am selben Ort :-). 

Heute Nacht verbringen wir auf dem höchsten Pass in Nordnorwegen, dem Kvænangsfjell. Schwindelerregende 402 MüM. Aber ein Feeling wie auf 2'500 MüM. Draussen wabbert der Nebel, der Wind bläst stark und wir haben eine Hütte, die eher ein Indoorbiwak ist. Gekocht haben wir draussen mit dem MSR-Kocher. Immerhin sollen wir morgen früh ein Morgenessen erhalten. Mal sehen.