Samstag, 6. Juli 2013

Sonne und 25 Grad

Über Nacht haben sie den Sommer eingeschaltet. Ein wunderbarer Tag liegt hinter uns. Direkt von Lom aus machten wir eine mehrstündige Bergtour. Vorher verabschiedeten wir uns von unserem Blockhaus beim Fossheim Hotel. Dahin wollen wir mal wieder! Die Tour führte auf den Læshøe(1‘204m). Einem Gipfel direkt über Lom mit prächtiger Aussicht auf das Dorf und ins Fjell. Ab 900m waren wir über der Waldgrenze und hatten freie Sicht. Wir haben die Tour genossen und nach der Rückkehr in der bekanntesten Bäckerei Norwegens, der Bakeriet Lom, wunderbare Backwaren genossen. Ich hatte in Skandinavien definitiv noch nie eine so gute Zimtschnecke wie heute. Der Hammer. Genauso das Muffin von Gabi. Das Brot ist so fein, wir kauften einen Laib, liessen das warme Nachtessen ausfallen und genossen frisches Brot mit Butter und Konfi in unserem Zimmer. Heute logieren wir im Grotli Høfjellshotel. Urgemütlich ist es hier. Und sicher angenehmer als ein paar Kilometer vor Grotli. Da fanden wir auf einem Campingplatz das "Rollende Hotel", mit Einzelhaltung der Touristen in netten Boxen. Erinnert mich an die Hundeboxen, die die Schlittenhunde in Schweden haben wenn sie transportiert werden.

Die Stabkirche von Lom aus anderer Perspektive

Die Blogautoren

Hier muss man einfach einkehren und geniessen!

Massentouristenhaltung - man beachte den Anhänger mit den "Hundeboxen" links

Layoutanpassungen beim Blog

Unser Reiseblog stösst auf reges Interesse. Herzlichen Dank! Ihr seht ab sofort ein paar Verbesserungen:

  • Mit der Suchfunktion kann das komplette Blog nach Stichworten durchsucht werden.
  • Mit dem Eingabefeld für Wikipedia könnt ihr gleich vom Blog her nach interessanten Orten, Stichworten, usw. suchen
  • Das Titelbild zeigt euch einen Einblick in die Fjordlandschaft Norwegens (Blick auf den Aurlandsfjord)
  • Besser lesbare Schrift gewählt

Freitag, 5. Juli 2013

Sonne, Eis und Schnee

Es lacht die Sonne aus den Wolken. Da wirkt die Landschaft noch eindrücklicher. Nach einem Abstecher ins Leirdalen und zur Leirvassbu-Hütte fuhren wir runter nach Lom um zu tanken. Es gibt Leute, die fahren ins Gebirge und schauen nicht auf die Tankanzeige. Was hier oben wegen der grossen Distanzen nicht ganz optimal ist. Und dann irgendwo in der Pampa mangels Diesel liegenzubleiben ist wenig spassig. Gegen Mittag ging es auf die höchstgelegene Strasse Nordeuropas, die zur Juvasshütte (1'880m) führt. Ausgangspunkt für geführte Touren auf den höchsten Berg (gemessen am Gestein) Norwegens, dem Galdhøpiggen (2'469m). Den wollten wir heute eigentlich von Spiterstulen (da dort kein Gletscher) her besteigen. Das Wetter passte nicht. Die Sicht war zu schlecht. So gab es eine nachmittägliche Kleinwanderung bis zum Gletscher und zum Anseilplatz. Immerhin erhaschten wir einen guten Blick auf den Gipfel und die Hütte darauf. Der Berg bleibt ein Projekt für später. Über Mittag genossen wir einen Schneeschauer und fühlten uns ziemlich im Winter. Der Skilift und die Skifahrer halfen da mit. Inklusive dem mit Eis bedeckten See. 5 Grad un ein stürmischer, kalter, Wind kühlten zusätzlich. Abends ging es wieder nach Lom. Wo wir die letzte Hütte (was für eine Untertreibung für das Haus) im historischen Fossheim-Hotel ergatterten. Das Hotel ist im ganzen Land für seine gute Küche berühmt. Die liessen wir aus und kochten unseren 3-Gänger selber. Und es war fein. 


Die Sonne belebt die Farben

Im Aufstieg zum Styggebreen 

Unser Blockhaus beim Fossheim-Hotel in Lom

Donnerstag, 4. Juli 2013

Der Ausflug zum Kühlschrank & Langläufer leben länger

Der Regen hatte mit uns ein Einsehen und hielt sich zurück. Wir schnürten die Wanderschuhe, fuhren von Hafslo in ein Seitental. Von dort wanderten wir ein paar Stunden lang zu einem Arm des grössten Gletschers auf dem europäischen Festland, dem Jostedalsbreen(Jostedalsgletscher). Der Arm heisst Austerdalsbreen und ist eine eindrückliche Sache. Die Gletscherzunge liegt auf gut 420m. So quasi im Vorgarten bei uns daheim in Winterthur. Die Wanderung durch das lange Tal war einsam und schön. Und wir kamen ohne Regen durch. Leider war es wieder stark bewölkt und wir sahen die Sonne nicht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter. Auf das Sognefjell. Auf dem Sognefjellsveien, der höchstgelegenen Passstrasse Nordeuropas. Einem der landschaftlichen Höhepunkte Norwegens. Trotz tiefliegender Wolken ist die Landschaft einmalig toll. Auf rund 1‘400 Meter geht es noch ziemlich winterlich zu und her. Wir sahen ein ganzes Rudel Spitzenlangläufer beim Training auf einer gut präparierten Loipe bei der Sognefjellshytta. Heute nächtigen wir in der Krossbu Turiststasjon auf dem Sognefjell. Und sind froh, nicht zu zelten. Denn draussen geht gerade ein starker Regenschauer nieder. Und das bei 8 Grad. Da ist es im Zimmer gemütlicher. 


Eiswürfelmaschine, Modell "Austerdalsbreen", Made in Norwegen



Langläufer einer norwegischen Equipe im Sommertraining bei der Sognefjellshytta


Krossbu Turiststasjon - unser Nachtlager 

Mittwoch, 3. Juli 2013

Wenn es von oben kommt ...

... wird es unten nass. Heute regnet es seit Mittag Bindfäden. So ist statt wandern Hüttengemütlichkeit angesagt. Zuerst starteten wir trocken in Aurland und fuhren über die Gebirgsstrasse Aurlandsvegen. Die Aussichtsplattform Stegastein über Aurland ist der Hammer! Auf der Hochebene grüsste uns der Winter mit Wind und 7 Grad. Das Eis auf den Seen ist noch am Schmelzen. Interessante Architektur bezieht sich in Norwegen auch auf WC's. Hoch oben im Gebirge findet sich ein solches Schmuckstück. Man beachte die Solarpaneelen. Unsere heutige Hütte steht in Hafslo. Mitten in den Bäumen. Eigentlich mit Aussicht auf den Hafslovatnet. So man denn vor lauter Nebel etwas sehen würde. Wir hoffen, der Regen stoppe bis am Donnerstagmorgen. Eines ist klar. Hier hin (Jotunheimen Gegend) wollen wir mal für 4 Wochen. 


Aussicht auf den Aurlandsfjorden

Aussichtsplattform Stegastein oberhalb Aurland

WC auf der Hochebene neben dem Aurlandsvegen - mitten in der Pampa

Aussicht auf den Hafslovatnet (See) von unserer Hütte aus - oder eben die "keine Aussicht"

Dienstag, 2. Juli 2013

Die Reise zum Aurlandfjord

Von Gol ging es heute nach Aurland. Wir erhielten eine erste Vorahnung von Norwegens Natur. Es war traumhaft. Trotz wolkigem Wetter war es trocken. Im Hallingskarvet Nationalpark wanderten wir ein wenig. Zur DNT Geiterygghytta. Schnee, Grün, Wasser und wechselnde Farbenspiele. Dazu ein kalter Wind und um die 10 Grad. Erfrischend. Nachher die Fahrt gen Aurlandsfjord. Und die ersten Einblicke über 600 Meter in die Tiefe auf das Wasser. In Aurland eine Hütte direkt am Wasser. Mit Blick auf die grossen Kreuzfahrtsschiffe die aus dem Fjord fahren. Und die kleineren Fähren, die direkt vor dem Wohnzimmerfenster anlegen. Einmalig schön. Dazu ein feiner Znacht aus der eigenen Küche. Wir sind zufrieden und geniessen aus vollen Zügen. 

Erster Schnee im Hallingskarvet Nationalpark

Unser Logis: die zweithinterste Hütte

Blick aus dem Wohnzimmerfenser direkt auf den Aurlandfjord

Montag, 1. Juli 2013

Die Ankunft

20 Stunden auf der Fähre von Kiel nach Oslo. Und wir sind in Norwegen. Ein kurzer Aufenthalt in Oslo - um unsere Mitgliederkarten von DNT abzuholen. Die Dinger haben den Weg per Post zu uns heim irgendwie nicht gefunden. Dann auf die Strasse und ab Richtung Aurland am Sognefjord. Heute Abend Zwischenstation auf dem Camping in Gol. Kurz vorher Bekanntschaft mit der Dame gemäss Foto gemacht. Kaum zu glauben. So schnell schon einen Elch gesehen. Vorher haben wir uns als Kaffeenorweger einbürgern lassen. Mit den Statoil-Kaffeebechern können wir uns an jeder Tankstelle volllaufen lassen (Kaffee, Schoggi, usw.). Ich glaube, das originelle Geschenk wird uns während der nächsten 3 Monate von Nutzen sein. 


Dame Elch grüsst am Strassenrand

Statoil Schleichwerbung - "Free Refill"