Sonntag, 16. Februar 2014

Fotoauswahl für Alle und wir sagen Danke

Liebe Leserinnen und Leser unseres Reiseblogs

Mit diesem Beitrag schliessen wir unseren Nordlandreise Blog ab. 

Die vielen positiven Rückmeldungen, die uns während und nach der Reise erreicht haben, sind überwältigend! Herzlichen Dank dafür. Ich darf euch Allen sagen: es hat Spass gemacht, jeden Tag in die Tasten zu hauen und die Eindrücke in Wort und Bild festzuhalten. Mit diesen schönen Rückmeldungen umso mehr :-).

Wir sind seit bald 5 Monaten zurück und wieder im Alltag angelangt. Mit einem grossen Unterschied: Der Alltag sieht heute irgendwie anders aus. Die grosse Ruhe der Reise, die Eindrücke, die weiten Landschaften und die vielen tollen Erlebnisse hallen nach. Wir hoffen, wir können diesen schönen Zustand noch länger erhalten. 

Dabei helfen uns die Bilder, die wir auf die Speicherkarten brachten. Eine Selektion - so quasi "The best of" - ist ab sofort unter diesem Link zu besichtigen. Es hat ein wenig gedauert, bis die Bilder bereit waren. Die Menge an Material ist doch ziemlich umfassend. Dem zum wiederholten Male schlechten Wetter in diesem Winter danken wir. So konnten wir die Bilder verarbeiten. Statt unsere Zeit an der Sonne im Schnee auf Skitouren zu verbringen ... 

Einige der Bilder werdet ihr vielleicht wieder erkennen. Sie hatten ihren Auftritt bereits im Blog. Diese Bilder waren die Grundlage für drei dicke Fotobücher, die unsere Reise bildlich dokumentieren und die wir gerne zeigen. 

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei Allen, die uns an unserer Hochzeit im Juni 2013 so reich beschenkt haben. Wir haben immer wieder an euch gedacht, wenn wir uns etwas ganz Spezielles gegönnt haben im hohen Norden. 

Im März 2014 gibt es hier eine kleine Einlage zum Thema Polarlicht. Ich benötige dringend eine Prise Schweden und werde deshalb ein langes Wochenende in Abisko verbringen. Und mich dort auf die Jagd nach Polarlichtern machen. Seit dem ich auf den Lofoten im Winter 2013 zum ersten Mal Nordlichter sah, hat es mich gepackt. Im September 2013 sahen wir in Abisko und später in Gällivare wieder welche. Wahnsinnig schön! Nun hoffe ich von guten Verhältnissen profitieren zu können und in Abisko ein paar schöne Fotos auf die Speicherkarte zu bringen. 

Bis bald!
Ser deg snart!
Vi ses!

Dienstag, 19. November 2013

Fische fangen!


Sonntag, 29. September 2013

Und wir sind wieder daheim

Wir sind wieder daheim! Und am Material sortieren, waschen, vorbereiten für den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag. Und voller schöner Gedanken an die tollen drei Monate, die wir im hohen Norden verbringen durften. 

In den nächsten Tagen wird ein abschliessender Blogeintrag folgen. Wir müssen zuerst mal richtig zu Hause ankommen. Bereits jetzt danken wir für die vielen positiven und schönen Rückmeldungen zu unserem Blog. So macht das Schreiben Spass! 

Da der Blogschreiber auf der Fähre und im Autozug aus unerfindlichen Gründen praktisch kein Auge zumachen konnte, fällt er bald unter den Tisch und geht in sein heimisches Bett. Das habe ich heute Nachmittag schon mal kurz ausprobiert. Und ich darf sagen: Es ist herrlich bequem. 

Samstag, 28. September 2013

Die Wikinger kommen ...

Morgens um 10.00 Uhr laufen wir nach einer ruhigen Nachtfahrt in Kiel ein. Sonnenschein und blauer Himmel begrüssen uns. Wir entscheiden spontan, in Kiel zu bleiben und die Stadt anzuschauen. Bald merken wir: früher fuhren die Wikinger mit ihren Booten gen Süden, überfielen die Städte und kehrten nach Hause zurück. Heute läuft das in gepflegterem Rahmen ab. Die Schweden laufen mit einer Fähre den Schwedenkai an, mit der anderen Fähre die Norweger den Norwegenkai. Dann fluten Hunderte von Menschen die Stadt, fallen in die Läden ein und shoppen was das Zeug hält. Kein Wunder, sind die Kleider und Lebensmittel im Vergleich zu Norwegen doch rund 75 % günstiger. Ich hielt mit und kaufte mir in einem tollen kleinen Outdoorladen eine neue Winterjacke. Ein rechtes Stück günstiger als zu Hause. Vorher decken wir uns auf dem Markt ein. Der ist gross und sehenswert. Lebensmittel, viel frischen Fisch und anderes Mehr gibt es zu kaufen. Halb Kiel scheint auf dem Markt zu sein. 

Später fahren wir gen Hamburg. Vor drei Monaten hatte es auf der Gegenfahrbahn der Autobahn einen Megastau. Wir rechnen genug Zeit ein. Und den Megastau (über 10 km) gibt es wieder. Wieder auf der Gegenfahrbahn. Die Baustelle zog offenbar um. Unser Glück. So fahren wir locker nach Hamburg. Parkieren unser Auto praktisch vor der Beiz, wo wir für das Nachtessen reserviert haben. Dem Restaurant «La Monella». Ein 1a Tipp für alle, die mal in Hamburg sind. Das Restaurant ist ein vegetarischer Italiener. Wir haben ein Kochbuch daheim, welches wir lieben. Die Autoren sind die Beizer des «La Monella». Das Essen ist toll, die Auswahl gross und die Qualität top. Wir haben das Nachtessen, unser Abschlussessen der Reise, genossen. Vorher «liefen» wir uns hungrig bei einem Rundgang durch das Quartier Rothenbaum. 

Jetzt rollen wir bereits im Autozug gen Lörrach. Pünktlich nach 22.00 Uhr ist die Fahrt gestartet. Und am Sonntagmorgen werden wir in Lörrach ankommen.


Kieler Markt - Potpourri 

«booking.com»

Werbung und Marketing muss sein. Vor allem dann, wenn eine Dienstleistung nach intensiven Tests als gut eingestuft werden kann.
 
Auf unserer Reise haben wir über die Website «booking.com» mehrmals tolle Unterkünfte gefunden. Und nette GastgeberInnen kennengelernt. Die Buchungen sind einfach und schnell mit wenigen Mausklicks erledigt. Immer zu attraktiven Preisen. Und manchmal einmalig günstig. Die Erfahrungen sind sehr gut. Wir hatten nie ein Problem. Natürlich muss man die Angebote genau prüfen. Und halt mal «Mut zum Risiko» haben. Wir haben das nie bereut. 
 

Das aktuelle Beispiel: Die Wohnung in Oslo. Brandneu, 1a Lage, und mit rund CHF 150.00 pro Tag echt günstig. 2 Zimmer, Bad mit eigener Waschmaschine, voll ausgerüstete Küche mit Abwaschmaschine. Plus einen Balkon. Die Tiefgarage kostete einen kleinen Aufpreis. Der war es wert, wenn man die Parkplatztarife in Oslo sieht. Hier ein paar fotografische Eindrücke unseres Schnäppchens. 


Freitag, 27. September 2013

Abschied und Rückreise

Heute ist es soweit. Wir packen in Oslo unsere Sachen und fahren zum Fährterminal. Die Heimreise startet um 14.00 Uhr. Wir fragen uns, wie viele Leute es wohl auf der Fähre haben wird. Touristen hat es nur noch wenige.
 
Vor der Fähre stehen wenig Autos. Bald finden wir heraus, dass es umso mehr Fussgänger hat. Am Freitag entern ganze Gruppen die Fähre um trinkend, essend und feiernd ein Wochenende auf einer kurzen Kreuzfahrt zu verbringen. Die Norweger profitieren von den günstigen Preisen. Auf dem Schiff ist alles zollfrei. Der Trubel ist dementsprechend gross. Sogar eine Hochzeitsgesellschaft treffen wir an. Hochzeit auf der Fähre? Hauptsache, es gefällt den Brautleuten.
 
Wir sind häufig an der frischen Luft. Draussen ist es ruhiger. Das Wetter ist prächtig, der Himmel wolkenlos blau. Das Draussensein macht Hunger. Wir freuen uns auf das schöne und feine Essen vom Buffet und werden nicht enttäuscht. So fällt uns der Abschied von Norwegen leichter.
 

Einige melancholische Gedanken fliessen uns später beim Sonnenuntergang durch den Kopf. Wir lassen die tollen drei Monate unserer Reise Revue passieren und sind uns voll bewusst: eine solche Auszeit vom Alltag ist ein Privileg. Und wenn sie so schön war wie die Unsrige umso mehr.


Donnerstag, 26. September 2013

Alte Bilder, neue Schanze und ein Feuerwerk

Edvard Munch, der weltbekannte Norwegische Maler, vermachte seine Bilder der Stadt Oslo. So kommt es, dass die Bilder heute dem Publikum zugänglich sind. Sein vielleicht bekanntestes Werk ist "Der Schrei". Wir besuchen die Ausstellung zu seinem 150. Geburtstag und lassen die Bilder auf uns wirken. Keine leichte Kost, aber eindrücklich und spannend. Und im Museum war es klar wärmer als draussen. Neblig und kalt (6 Grad) war es zuerst. 


Anschliessend haben wir wieder Glück. An der Sonne essen wir unser Mittagessen. Dann steigen wir in die U-Bahn ein, die uns gen Holmenkollen führt. Wobei U-Bahn ein wenig hoch gegriffen ist. Die Linie 1 fährt auf der Strecke zum Holmenkollen primär über Boden. Wie ein Tram.
Zwischen Grau und Blau liegen 65 Minuten!


 

Der Himmel wird dunkler, ich habe Lust auf einen Kaffee. Und kaum sind wir drin, geht draussen ein längerer Regenschauer nieder. Als der vorbei ist, ist der Himmel strahlend blau. Und bleibt es. Hier ein Beispiel mit "Vorher und Nachher" Bildern. Die Unterschiede sind frappant. Und zum wiederholten Male erleben wir heute, wie die ersten Fotos gelöscht werden können. Da der blaue Himmel plötzlich strahlt - und wir auch :-). 


Beim Besuch des Holmenkollen Skistadions, mit seiner imposanten neuen Schanze, sind wir fast allein, Nebensaison sei Dank. Wir geniessen die Aussicht auf Oslo und den Oslofjord von zuoberst. Auf dem 60 Meter hohen Schanzenturm ist man über 417 MüM. Auf einem kurzen Film wird im Zeitraffer der Bau der neuen Schanze gezeigt. Diese wurde im Winter 2010 eröffnet. Der Bau wurde für die WM der Nordischen im Jahr 2011 erstellt. Imposant, was da an Stahl zusammengeschraubt worden ist. Und heute in der Landschaft steht. Man fragt sich, wie das alles hält. Ist doch der oberste Teil der Schanze freitragend. 




Zurück in der Wohnung kochen wir unseren Znacht, sitzen hin und beginnen zu essen. Plötzlich böllert es draussen los. Es tönt nach Feuerwerk. Kann das sein? Mitten unter der Woche? Ich gehe auf den Balkon und sehe direkt in ein grosses Feuerwerk, welches auf einem Hügel über dem "Ekeberg Kastellet" abgefeuert wird. Wir freuen uns ob der Farbenpracht. Und haben keine Ahnung, wieso dieses Schauspiel stattfindet. Update: Google weiss warum. Der Ekeberg-Skulpturenpark wird heute eröffnet. Das Feuerwerk ist Teil der Festivitäten.

Mittwoch, 25. September 2013

Moderne Architektur

Die einstündige Führung hinter die Kulissen des Opernhauses lehrt uns, wieso Opernhauseintritte meistens teuer sind. Hier ist erstens das Gebäude Hochtechnologie vom Feinsten, auf dem letzten Stand der Technik und der Logistik. Zweitens ist der Personalbedarf an einem Opernhaus enorm. Wir wissen nun, wieso wir einen schönen Batzen unseres Steuergeldes ans Opernhaus in Zürich zahlen. Das Opernhaus hier ist einmalig. Es war eine politische Forderung, das Gebäude offen zu halten. Das heisst, das Opernhaus ist jeden Tag ab 07.00 Uhr bis in die Nacht hinein für das Publikum offen. Egal ob Vorstellung ist oder nicht. Die Forderung ist in die Architektur eingeflossen. Der Eingang fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein und fällt nicht auf. 

Den weiteren Nachmittag verbringen wir inmitten modernster Bauten. Das Aker Brygge Quartier ist im Moment im Umbruch und wird komplett neu gestaltet. Genauso wie das Gelände rund um die Oper. Die alten Hafenanlagen werden seit etwa 2003 durch neue Nutzungen ersetzt. Die Vielfalt der architektonischen Kreativität ist beeindruckend. Vieles gefällt, bei anderen Bauten fragen wir uns, wie die wohl in 10, 20 Jahren aussehen werden. Die Umgestaltung dauert noch bis ungefähr 2019. Es lohnt sich sicher, bald wieder nach Oslo zu reisen und die neuen Gebäude anzuschauen. 

Es werden viele Wohnbauten erstellt. Wobei das wohl nicht der soziale Wohnungsbau ist. Eine 106 m2 grosse Wohnung mit 3 Zimmern kostet um die 10 Mio. Norwegische Kronen. Das sind umgerechnet über 1.5 Mio. Schweizer Franken. Wenn wir das mit den Preisen für Häuser im hohen Norden Norwegens vergleichen, ist das ein Quantensprung nach oben. 

Bei einem Kaffee überlegen wir uns, wie sich wohl die top gestylten und geschniegelten jungen Leute, die hier wohnen und arbeiten, mit den samischen Rentierhirten im Norden von Norwegen verstehen würden. Die Gegensätze, die wir in den letzten 3 Monaten gesehen haben, sind enorm. 

Das Wetter hat sich heute am Morgen nass gezeigt, dann wurde es je längers je besser. Die Temperatur rutschte hingegen in den Keller. 6 Grad sind erfrischend frisch. Nach den 19 Grad von vorgestern.


Aker Brygge - Neubauten

Dienstag, 24. September 2013

20 Kilometer Bilderbuch

Stadtrundgang in Oslo. Abends hatten wir müde Beine und 20km in den Schuhsohlen. Plus viele tolle Eindrücke im Kopf gespeichert. Zuerst geht es gen Schloss. Per Zufall treffen wir die Wachablösung. Die ein wenig speziell ist. Die Schlosszufahrt wird renoviert. Die Wachablösung findet vorübergehend neben dem Schloss auf einem ganz kleinen Kiesplatz statt. Als Zuschauer ist man mittendrin und auf Tuchfühlung mit den Soldaten. 

Bei der Stadtwanderung gibt es alle paar Meter neue Eindrücke und viele farbige Bilder. Sogar Weisswangengänse sehen wir. Die funktionieren fast wie Rasenmäher und ernähren sich von Gras und anderem Grünzeug. 

Oslo unterscheidet sich markant von anderen norwegischen Städten. Grosse, zum Teil prunkvolle Bauten sind zu sehen. Holzhäuser sind selten, meist wird in Stein, Beton und neuer in Metall und Glas gebaut. Alles ist tadellos herausgeputzt und wird gut unterhalten. Was sich an der Zahl der Baustellen zeigt. Da kann sich Oslo mit Zürich messen ;-). 


Eindrücke aus Oslo
Die Skulpturen von Gustav Vigeland im Vigeland-Skulpturenpark sind speziell und sehenswert. Das schöne Herbstwetter ist prächtig und man sieht die Leute die Sonne geniessen. Wir lassen die Eindrücke auf uns wirken und finden es beeindruckend, wie lebensecht Gustav Vigeland die Skulputuren aus dem Stein gehauen hat. Es gefällt uns nicht alles. Die Auswahl ist mit 212 Skulpturen aber gross genug.


Eindrückliche Skulpturen von Gustav Vigeland
Später gehen wir zurück in unsere Wohnung. Vorher kommen wir am Opernhaus vorbei. Das ist das Gebäude, auf das man gehen kann. Und wie. Das ist wirklich der Hammer. Und die Architekten haben ihre Preise, die sie für diesen einmaligen Bau erhalten haben, wirklich verdient. Die Abendsonne trägt ihren Teil zu schönen Fotos bei. Wir freuen uns auf die Führung am Mittwoch. Wir konnten zum Glück Billette buchen. Die Führungen sind sehr begehrt und oftmals ausgebucht. 


Opernhaus Oslo von Aussen und von Innen
Beim Eindunkeln mache ich mich auf eine kurze Fototour durch das Neubauquartier, in dem wir wohnen. Die neuen Häuser sind hoch und sehenswert. Uns gefällt, was die Architekten ausgeheckt haben. Auf Grund von Fotos sieht man, wie die Gegend vor rund 14 Jahren ausgesehen hat. Vermutlich werden die Bauarbeiten bis in 3 oder 4 Jahren abgeschlossen sein. Oslo wächst im Moment sehr schnell, was man an den vielen Neubauten sehr gut sehen kann. 


Neubauviertel bei der Oper in Oslo

Der "Bring" - wo ist der "Hol"?

Seit dem ersten Tag in Norwegen verfolgt uns ein Rätsel. Im ganzen Land gibt es die grünen Autos der Firma "Bring". Die bringen tatsächlich. Nämlich Waren aller Art. 

Aber: Wir haben noch nie einen Wagen von "Hol" gesehen. Wer holt den all die Sachen? Immer nur "Bring" führt zur kompletten Überfüllung. Norwegen wird irgendwann aus allen Nähten platzen ...


Edle Veloständer

Gefunden im Neubauquartier bei der Oper in Oslo. Die edelsten Veloständer, die ich jemals sah. Sogar mit Lichteffekten ausgestattet. Da macht das Fotografieren auch in der Nacht Spass :-)


Gruss vom Fotografen

Fotografieren ist ein Vergnügen. Aufnahme aus der edelsten und teuersten öffentlichen Toilette Norwegens (Oslo Oper).

Montag, 23. September 2013

5 Ringe, 2 Vögel und 1 Hauptstadt

5 Ringe? Genau, wir sind in Lillehammer gewesen, der Olympiastadt von 1994. Auf der Fahrt nach Oslo besuchen wir die Eishalle in Hamar. Die sieht aus wie ein umgedrehtes Vikingerschiff, ist eine der grössten Hallen auf der Welt und hat einen Architekturpreis erhalten. Uns gefällt die Halle, die mal nicht einfach zweckmässig hässlich aussieht. Eine andere Variante einer olympischen Eishalle besuchen wir in Gjøvik. Da haben sie einfach ein Riesenloch in den Berg gesprengt und die Eishalle direkt in den Fels gebaut. Sieht interessant aus und ist offenbar von der Akustik her der Hammer. Die Halle wird nicht nur für Eishockey sondern auch für Konzerte verwendet. 



Die Weiterfahrt nach Oslo verläuft abwechslungsreich. Kornfelder, viel Wiesen und generell eine sehr schöne Landschaft. Wir fahren teilweise auf Nebenstrassen. Und sehen eine Kranichmutter mit ihrem Jungen. Sie liessen uns relativ nahe herankommen.







In Oslo sehen wir den ersten grossen Stau seit Reisebeginn. Wir sind definitiv wieder "unter Menschen". Über unser Appartement wird es, wie in Røros, einen eigenen Blogbeitrag geben. Ich möchte zuerst noch ein paar Fotos schiessen. Eines vorweg: wir sind von unserer Bleibe begeistert. Die Ausnahme sind zwei Lampen, die total 5 Birnen haben, von denen alle zusammen kaputt sind. Zum Glück hat es noch andere Lichter. 


Hier ein paar erste kleine Eindrücke von heute Nacht. Die grosse Rauchwolke rührt von einem Grossbrand her. Es muss heftig brennen, in der Luft hängt Brandgeruch und in der Stadt blinken Blaulichter und Sirenen heulen. Update von 01.50 Uhr: ein Industriegebäude von rund 700m2 ist komplett abgebrannt. Es gab mehrere kleine Explosionen. Offenbar wurden auch nicht so gesunde Stoffe freigesetzt. Dies gemäss Feuerwehr und Schlagzeile tv2.no. Gut haben wir alle Fenster zu. 



Sonntag, 22. September 2013

"Friluftsliv"

Bergwandern geht nicht. Es hat keine Berge. Fjellwanderung in den Bäumen ist beim herrschenden Sonnenschein nicht optimal. Denn die Sonne wollen wir geniessen. Somit sind Ideen gefragt. 

Gestern haben wir in Sjusjøen einen markierten Wanderweg rekognosziert. Der stellte sich als präparierte Wanderpiste heraus. Dann gibt es noch einen Spazierweg. Der ist, kein Witz, 70 km lang. Was einen doch längeren Spaziergang ergeben würde. Wir entscheiden uns für den markierten Wanderweg. Aber in der Joggingversion. Mit uns ist die halbe Gegend auf der Piste. 

Die Norweger sind echte Sportfanatiker. Tip top ausgerüstet wird gewandert, gewalkt, spaziert, gejoggt und Velo gefahren. Allenthalben grillieren Gruppen im mild-sonnigen Herbstwetter (12 Grad) am offenen Feuer. Von den Hütten im lichten Wald zieht der würzige Duft der Ofenfeuer mit Kiefernholz über die Landschaft. Gemäss Reiseführer hat es nirgendwo in Norwegen mehr Hütten als in Sjusjøen. An einem Tag wie heute versteht man, wieso das Wort "Friluftsliv" in der norwegischen Sprache wichtig ist. Und das "Friluftsliv" zur norwegischen Gesellschaft gehört. Die Erklärung für dieses skandinavische Phänomen, welches vor allem die Norweger zur Kunst entwickelt haben, ist hier. 

Die Rennrunde um den See haben wir genossen. Nach dem Umziehen platzieren wir die Campingstühle am Waldrand und lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen. Herrlich ist das! Dazu ein feines Sandwich und die Nachrichten zu den Abstimmungen daheim und den Wahlen in Deutschland.   

Birkebeiner-Denkmal Lillehammer 

Eine erfrischende Dusche später schlendern wir durch die charmante Innenstadt von Lillehammer. Die vielen schönen Läden fallen auf. Genauso wie die vielen Cafés. In Lillehammer fühlen wir uns wohl. Die Birkebeiner-Geschichte ist überall präsent. Und das überlebensgrosse Birkebeiner-Denkmal sieht eindrücklich aus. 



Stadteindrücke in Lillehammer 



Samstag, 21. September 2013

Museales Lillehammer, garniert mit Aktualität

Maihaugen. So der Name des Freilichtmuseums in Lillehammer. Ähnlich wie der Ballenberg. Ein Zahnarzt sammelte ab Anfang des 20. Jahrhunderts Häuser und Gegenstände. Eine eindrückliche Kollektion von über 180 Gebäuden kam zusammen. Darunter ein Gehöft mit über 15 Gebäuden. Diese können teilweise besichtigt werden. Besonders spannend: Auch aktuelle Häuser, bewohnt bis 1995, stehen hier und können von Innen angeschaut werden. Mit Originalinventar aus der Zeit, in der sie erbaut wurden. Man meint fast, man trete einer Familie in die gute Stube. 

Der Nebel ist heute über der Stadt gehangen und es machte erst gegen 14.00 Uhr auf. Sonnenschein und 13 Grad. Angenehm. Nach dem Museumsbesuch sind wir einkaufen gegangen. Als wir rauskamen, regnete es. Wir planten sowieso eine Pause, so störte der Regen nicht. 

Jetzt scheint die Sonne wieder und wir machen uns auf den Weg, um von den Sprungschanzen über Lillehammer auf die Stadt zu schauen. Zum Abschluss geht es nach Sjusjøen, einer Fjell- und Seenlandschaft oberhalb von Lillehammer. 

Nach der Rückkehr können wir sagen: Die Sjusjøen Gegend ist sehenswert. Der Sonnenuntergang über den vielen Seen und Tümpeln war schön anzusehen. Und bei 5 Grad erfrischend ;-). Wandermässig ist die Gegend lohnend. Wenn man gerne durch Sumpf und Wälder stapft. Wir sind eher die Fels- und Bergfans.

Die Bautätigkeit im Fjell oben ist rege. Manche/r NorwegerIn erfüllt sich vermutlich den Wunsch nach einer eigene Hütte. Wobei Hütte manchmal zu wenig ist. Da werden wahre Villen mitten in den Wald geklotzt.

Wenn ich mir die Verhältnisse auf dem Dauercamping von Sjusjøen vor Augen führe, kann ich das nachvollziehen. Da stehen über 100 Wohnwagen dicht an dicht. Man hört vermutlich den Nachbarn schnarchen. So nahe sind sich die Wagen. Was man daran reizvoll findet? Keine Ahnung. Für uns wäre es jedenfalls der reinste Horror so zu hausen. 

Freilichtmuseum Maihaugen, Lillehammer 

Freitag, 20. September 2013

Ah und Oh wechseln sich ab

Von Røros nach Lillehammer geht es heute. Am Morgen ist es mit -3 Grad frisch. Dazu hängt der Nebel. Als er sich lichtet wissen wir noch nicht, welch strahlender Tag uns erwartet. Die Wolken lösen sich zum grössten Teil auf, der Himmel ist tiefblau. Herrlich. Am Nachmittag ist es 12 Grad warm. Goldener Herbst wie aus dem Bilderbuch. 

Die Strecke legen wir gemäss Karte fest. Zwei Abstecher auf kleinen Strassen sind im Programm. Und die haben es in sich, stellen wir fest. Die landschaftlichen Eindrücke lassen uns staunen. Fjell vom Allerfeinsten. Alles in Herbstfarben getaucht. Die dank Sonne einmalig leuchten. Wir sind begeistert und kommen aus dem Staunen kaum heraus. Manchmal haben wir den Eindruck, im Jura zu sein. Kurz darauf sieht es aus wie im Engadin. Später so, wie es in der Schweiz nirgends aussieht. Eine Augenweide. 

Aus der Ferne leuchten die frisch verschneiten Gipfel des Dovfrefjell bis zu uns auf das Alvdal Vestfjell. In Ringebu sehen wir die Stabkirche. Welche wunderbar im Abendlicht steht. Heute ist der Kitschfototag! 

In Lillehammer beziehen wir ein Appartement im Olympiapark (Birkebeineren). Den Apéro geniessen wir auf der Terrasse. Die erste Terrasse seit der Hütte in Å auf den Lofoten. Und prompt scheint die Sonne. Wir haben Glück.


Eindrücke von unterwegs

Ringebu Stabkirche

Stangen setzen

Tausende von Stangen stehen alle paar Meter an den Strassen. Sie zeigen dem Schneepflug im Winter den Weg an. Werden die Stangen maschinell oder von Hand gesetzt? Heute hat sich die Frage beantwortet und die Vermutung bestätigt. Maschinell heisst die Antwort. 

Zuerst ein Loch bohren, die Stange setzen, richtig reindrücken, rütteln ob sie hält, und das ist es dann. 



Und als Film


Donnerstag, 19. September 2013

Verbaute Berge & Kleinstadt als Schmuckstück

Heute verlassen wir Schweden und fahren nach Røros. Auf dem Weg über das Fjäll sehen wir ungeahnt viele schwedische Skigebiete. Die sind nicht klein. Die Infrastruktur ist top und es wird viel gebaut. In Jämtland muss das Zentrum des schwedischen Skitourismus beheimatet sein. Åre, die bekannte Skistadt, liegt ebenfalls in Jämtland.

Die Landschaft ist heute abwechslungsreich. Viele schöne Seen, Bauernhöfe, Felder, Hügel und Berge, leuchtende Birken und nordische Fichten. Diese Fichten haben im Vergleich zu den bei uns üblichen weniger ausladende Äste. Was den Schneedruck im Winter vermindert. 

In Sachen Wild können wir heute folgende Sichtungen verbuchen: Auerhenne, Kanadagänse, Stare, Rentiere (es hat tatsächlich noch welche) und einen Elch. Der war aber mausetot - vom Jäger geschossen - und lag zum Schlachten bereit. Plus natürlich jede Menge Elstern. Von denen muss es hier im Norden Millionen geben. 

Das Wetter überrascht wieder. Bloss ein wenig Regen, stattdessen viel Wolken und in Norwegen sogar Sonne. Wir können Røros in der Abendsonne besichtigen. Es ist kalt geworden. Zwischen 8 und 11 Grad ist es aktuell. 

Røros ist sehenswert. Kein Wunder, ist es ein Unesco Weltkulturerbe. Die Stadt ist als traditionelle Bergbaustadt erhalten. Die bis zu 250-jährigen Holzhäuser machen den Ort zu einem historischen Schmuckstück. Es macht Spass, durch die Gassen zu spazieren und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. 

Als Bleibe habe ich ein Appartement gebucht. Das hat einen eigenen Blogeintrag mit Bildern verdient. Wir sind froh, zelten wir so gut wie nie. Wir erhalten so tolle Einblicke in die verschiedensten Stilepochen der Wohnungen. So wie heute. 


Røros



60-er Jahre leben wieder auf

Bei der Buchung des Appartements für unseren Aufenthalt in Røros waren verdächtig wenig Fotos verfügbar. Die Fotos geben uns jeweils einen Eindruck über das, was uns erwartet. Nun denn: wir buchten trotzdem und hofften auf eine schöne Bleibe.

Umso grösser war die Überraschung heute. Die ganze Wohnung ist top gepflegt. Die Einrichtung stammt grösstenteils aus den 60-er Jahren. Alles Originale und auf Flohmärkten zusammengetragen. Die Küchenkombination und die Einbauten im Bad sind ebenfalls Originalteile. Die Liebhaberei geht so weit, dass Kühlschrank und Kaffeemaschine auch aus alten Zeiten stammen. Wir wohnen fast schon in einem Museum. Der einzige Stilbruch sind ein paar Ikea-Teller. Diese ergänzen das alte Geschirr. Ok, und die 19 Rollen WC-Papier sind auch neu ;-). 

Stilleben in der Wohnung in Røros

10 Unterschiede zwischen Schweden und Norwegen

Zehn Punkte an denen man merkt, dass man wieder in Norwegen und nicht mehr in Schweden ist:

  1. Du fährst über die Grenze und ab sofort hat die Strasse Wellen und es schüttelt.
  2. Die Autofahrer halten sich an die Geschwindigkeitsgrenze und überschreiten sie ausserorts nicht chronisch um 20 km/h oder mehr. 
  3. Im Lebensmittelladen ist dasselbe Produkt 50% Prozent teurer.
  4. In den Orten schliessen die Läden um 17.00 Uhr oder früher. 
  5. An der Tankstelle gibt es kein Bier zu kaufen.
  6. In den Strassen rennen Jogger rum. 
  7. An den Statoil Tankstellen kriegst du mit dem offiziellen Becher wieder Kaffee.
  8. Die Warntafeln für Rentiere haben einen weissen statt gelben Hintergrund.
  9. Die Volvodichte ist markant tiefer.
  10. Du zahlst mit norwegischen statt schwedischen Kronen ;-)