Dienstag, 9. Juli 2013

Regentag in Molde & Arbeitstag in Paris

Um 15 Uhr ein blaues Loch, jedoch das einzige an dem heutigen Tag. Die Berge des Fjordlandes sind hinter einem grauen Schleier aus Wolken nie sichtbar. Ein Tag in Molde wie ein Geschenk: lesen, stricken, ein paar Übungen mit dem Theraband, wieder lesen... wann hat Frau schon so viel Zeit für's "Nichtstun"? 

Regenimpression aus Molde

Das absolute Gegenteil zum "Nichtstun" fand hier in Paris statt. Ein anforderungsreicher, interessanter Arbeitstag liegt hinter mir. Als Kontrastprogramm zum Regenbild aus Molde zwei Sommerbilder aus Paris. 

Ein Bier nach getaner Arbeit tut gut!

In diesem Turm verbringe ich meine Arbeitstage - im 16. Stock

Und als kleine Vorfreude auf meine Rückkehr am Donnerstagnachmittag nach Molde das Menu des Hotelrestaurants. Das gönnen wir uns! Aber wohl ohne den Walfisch.






Montag, 8. Juli 2013

Molde und Paris

Der Aufstieg auf den Varden (407 müM), dem Hausberg von Molde, von fast einer Stunde war gerade richtig um den Blogeintrag im Kopf vorzubereiten. Zudem ist die beste Therapie gegen Muskelkater (vom Læshøe vor zwei Tagen) erneut bergauf und vor allem bergab zu wandern.
Urs ist heute morgen (sehr!) früh vom 62. Breitengrad zur Arbeit nach Paris auf dem 48. Breitengrad geflogen. Nicht erstaunlich ist die Temperatur um einiges höher. Gabi hatte derweil Zeit für typische Haus- und Ehefrauenpflichten wie zum Beispiel Wäsche waschen mit der hoteleigenen Waschmaschine. Kein Problem dazu einen Wäscheständer auszuleihen.
Für das Hirntraining absolvierte Gabi eine weitere Lektion Norwegisch. Trotzdem liebe Denise: Jeg snakker og forstår ikke norsk! Diese Sprache ist eine echte Herausforderung. Zum Glück sprechen alle Englisch.
Trotz dem bedeckten Himmel (gehört auch zu Norwegen) ist erkennbar, welch grandiose Sicht der Varden bietet. Gemäss Touristenprospekt kann man 222 Gipfel, davon 87 über 1000 Meter hoch, sehen. Da heute einige in den Wolken steckten, ging das Zählen schneller. Die Vegetation am Weg einmal mehr eine Überraschung: schon bald zeigten sich Föhren und Kiefern und im Unterholz Erika und Heidelbeeren, wie in den alpinen Gefilden auf 1'500 müM.

Balkon ohne Schiff - dafür mit frisch gewaschener Wäsche


Aussicht vom Varden auf Molde

Etwa 3 x wärmer als heute Morgen als ich in Molde abflog - uff! (Urs)

Sonntag, 7. Juli 2013

Boah - welch ein Tag!

Heute packen wir die Superlative aus. Erstens hat uns das Wetter verwöhnt, es war toll. Zweitens die Strecke von Grotli nach Molde. Da folgten sich die Höhepunkte in kurzen Abständen. Los ging es direkt in Grotli mit der Fahrt über den Gamle Strynefjellsvegen. Wer diese Strasse mal fahren kann: ein Muss! Die Aussicht ist einmalig. Und wir fuhren die Strasse praktisch alleine. Bald darauf kamen wir bei der Djupasshytta vorbei und zahlten die Gebühr für den Nibbeveien. Eine Privatstrasse zum höchsten Punkt von dem man in Skandinavien einen Fjord sehen kann. Dem Dalsnibba (1'495m). Dem Topspot für die Sicht auf den Geirangerfjord. 

Bei der Weiterfahrt gen Trollstigen fuhr ein Schiff der Hurtigruten in den Fjord ein. Ein hübsches Bild für das Album. Der Trollstigen war dann doch sehr touristisch. Da trifft sich alles, was irgendwie Räder hat. So schossen wir ein paar Fotos, bewegten uns in den Massen hin- und her und traten bald die Flucht an. Sehenswert ist die Strasse auf jeden Fall. Und die Kreuzungsmanöver an den teilweise schmalen Stellen sind ebenfalls interessant zum Beobachten.


In Fjordnorwegen passen in viele der Fjorde die grossen Kreuzfahrtschiffe rein. So lag auch in Andalsnes so ein "kleines" Teil am Ufer. Abends erreichten wir Molde. Von wo ich am Montag früh gen Paris zum Arbeiten fliege. Und Gabi ein Zimmer im nagelneuen Hotel Molde Fjordstuer geniessen kann. Wie die Dame von der Reception sagte, ist das Hotel seit genau 2 Tagen offen. Die Sicht direkt aus dem Zimmer in den Hafen ist der Hammer. Und der Schiffsverkehr einmal mehr spannend. Was da alles an Schiffen vorbeifährt: Hurtigruten im Doppelpack und dann der grosse Kreuzfahrer MS-AidaSol. Eindrücklich. 


Wir hatten heute 1a Wetter und genossen die warmen Sonnenstrahlen aus vollen Zügen. Und erlebten Norwegen wie aus dem Bilderbuch. Von 1'495m runter ans Meer, dann wieder rauf, und wieder runter, usw. Das Maximum waren dann 101 Meter unter dem Meeresspiegel im Fannejordtunnel nach Molde. Der geht unter dem Fjord durch. 



Gamle Strynefjellsvegen - wahnsinnig schön
Geirangerfjord mit Schiff der Hurtigruten


So entstehen Youtube Videos 
Trollstigen


Man beachte die Kaffeebecher - oder die staubsaugende Dame?


Kreuzfahrer vor Andalsnes - höher als die Häuser


22.50 Uhr - Blick aus dem Hotelfenster in Molde

Samstag, 6. Juli 2013

Sonne und 25 Grad

Über Nacht haben sie den Sommer eingeschaltet. Ein wunderbarer Tag liegt hinter uns. Direkt von Lom aus machten wir eine mehrstündige Bergtour. Vorher verabschiedeten wir uns von unserem Blockhaus beim Fossheim Hotel. Dahin wollen wir mal wieder! Die Tour führte auf den Læshøe(1‘204m). Einem Gipfel direkt über Lom mit prächtiger Aussicht auf das Dorf und ins Fjell. Ab 900m waren wir über der Waldgrenze und hatten freie Sicht. Wir haben die Tour genossen und nach der Rückkehr in der bekanntesten Bäckerei Norwegens, der Bakeriet Lom, wunderbare Backwaren genossen. Ich hatte in Skandinavien definitiv noch nie eine so gute Zimtschnecke wie heute. Der Hammer. Genauso das Muffin von Gabi. Das Brot ist so fein, wir kauften einen Laib, liessen das warme Nachtessen ausfallen und genossen frisches Brot mit Butter und Konfi in unserem Zimmer. Heute logieren wir im Grotli Høfjellshotel. Urgemütlich ist es hier. Und sicher angenehmer als ein paar Kilometer vor Grotli. Da fanden wir auf einem Campingplatz das "Rollende Hotel", mit Einzelhaltung der Touristen in netten Boxen. Erinnert mich an die Hundeboxen, die die Schlittenhunde in Schweden haben wenn sie transportiert werden.

Die Stabkirche von Lom aus anderer Perspektive

Die Blogautoren

Hier muss man einfach einkehren und geniessen!

Massentouristenhaltung - man beachte den Anhänger mit den "Hundeboxen" links

Layoutanpassungen beim Blog

Unser Reiseblog stösst auf reges Interesse. Herzlichen Dank! Ihr seht ab sofort ein paar Verbesserungen:

  • Mit der Suchfunktion kann das komplette Blog nach Stichworten durchsucht werden.
  • Mit dem Eingabefeld für Wikipedia könnt ihr gleich vom Blog her nach interessanten Orten, Stichworten, usw. suchen
  • Das Titelbild zeigt euch einen Einblick in die Fjordlandschaft Norwegens (Blick auf den Aurlandsfjord)
  • Besser lesbare Schrift gewählt

Freitag, 5. Juli 2013

Sonne, Eis und Schnee

Es lacht die Sonne aus den Wolken. Da wirkt die Landschaft noch eindrücklicher. Nach einem Abstecher ins Leirdalen und zur Leirvassbu-Hütte fuhren wir runter nach Lom um zu tanken. Es gibt Leute, die fahren ins Gebirge und schauen nicht auf die Tankanzeige. Was hier oben wegen der grossen Distanzen nicht ganz optimal ist. Und dann irgendwo in der Pampa mangels Diesel liegenzubleiben ist wenig spassig. Gegen Mittag ging es auf die höchstgelegene Strasse Nordeuropas, die zur Juvasshütte (1'880m) führt. Ausgangspunkt für geführte Touren auf den höchsten Berg (gemessen am Gestein) Norwegens, dem Galdhøpiggen (2'469m). Den wollten wir heute eigentlich von Spiterstulen (da dort kein Gletscher) her besteigen. Das Wetter passte nicht. Die Sicht war zu schlecht. So gab es eine nachmittägliche Kleinwanderung bis zum Gletscher und zum Anseilplatz. Immerhin erhaschten wir einen guten Blick auf den Gipfel und die Hütte darauf. Der Berg bleibt ein Projekt für später. Über Mittag genossen wir einen Schneeschauer und fühlten uns ziemlich im Winter. Der Skilift und die Skifahrer halfen da mit. Inklusive dem mit Eis bedeckten See. 5 Grad un ein stürmischer, kalter, Wind kühlten zusätzlich. Abends ging es wieder nach Lom. Wo wir die letzte Hütte (was für eine Untertreibung für das Haus) im historischen Fossheim-Hotel ergatterten. Das Hotel ist im ganzen Land für seine gute Küche berühmt. Die liessen wir aus und kochten unseren 3-Gänger selber. Und es war fein. 


Die Sonne belebt die Farben

Im Aufstieg zum Styggebreen 

Unser Blockhaus beim Fossheim-Hotel in Lom

Donnerstag, 4. Juli 2013

Der Ausflug zum Kühlschrank & Langläufer leben länger

Der Regen hatte mit uns ein Einsehen und hielt sich zurück. Wir schnürten die Wanderschuhe, fuhren von Hafslo in ein Seitental. Von dort wanderten wir ein paar Stunden lang zu einem Arm des grössten Gletschers auf dem europäischen Festland, dem Jostedalsbreen(Jostedalsgletscher). Der Arm heisst Austerdalsbreen und ist eine eindrückliche Sache. Die Gletscherzunge liegt auf gut 420m. So quasi im Vorgarten bei uns daheim in Winterthur. Die Wanderung durch das lange Tal war einsam und schön. Und wir kamen ohne Regen durch. Leider war es wieder stark bewölkt und wir sahen die Sonne nicht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter. Auf das Sognefjell. Auf dem Sognefjellsveien, der höchstgelegenen Passstrasse Nordeuropas. Einem der landschaftlichen Höhepunkte Norwegens. Trotz tiefliegender Wolken ist die Landschaft einmalig toll. Auf rund 1‘400 Meter geht es noch ziemlich winterlich zu und her. Wir sahen ein ganzes Rudel Spitzenlangläufer beim Training auf einer gut präparierten Loipe bei der Sognefjellshytta. Heute nächtigen wir in der Krossbu Turiststasjon auf dem Sognefjell. Und sind froh, nicht zu zelten. Denn draussen geht gerade ein starker Regenschauer nieder. Und das bei 8 Grad. Da ist es im Zimmer gemütlicher. 


Eiswürfelmaschine, Modell "Austerdalsbreen", Made in Norwegen



Langläufer einer norwegischen Equipe im Sommertraining bei der Sognefjellshytta


Krossbu Turiststasjon - unser Nachtlager